Finanzkraft

I. Finanzwissenschaft:Von öffentlichen Haushalten bei normaler bzw. durchschnittlicher Anspannung ihrer Einnahmequellen erzielbare Einnahmen. Im  kommunalen Finanzausgleich und im  Länderfinanzausgleich beschränkt sich die Messung der F. auf die (quantitativ wichtigen) Steuereinnahmen ( Steuerkraft); nicht-steuerliche Einnahmen bleiben z.T. aus theoretischen Gründen, z.T. mit dem Ziel der Erhebungsvereinfachung unberücksichtigt. Im Rahmen des ergänzenden Finanzausgleichs wird die F. dem relativen Finanzbedarf ( Ausgleichsmesszahl) gegenübergestellt. Unterscheiden sich die damit gebildeten  Deckungsrelationen zwischen den Aufgabenträgern, so werden die Unterschiede durch  Ausgleichszuweisungen beseitigt bzw. vermindert.
II. Wettbewerbs- und Kartellrecht:Merkmal, das eine überragende Marktstellung im Sinn des § 19 II 1 GWB begründen kann ( Marktbeherrschung).

Lexikon der Economics. 2013.

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  • Finanzkraft — Fi|nạnz|kraft …   Die deutsche Rechtschreibung

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